002 Limes (UNESCO-Weltkulturerbe)

Heute nehme ich euch mit auf einen Road-Trip, ein paar Kilometer entlang des Hessischen Limes. Der Archäologe Dennis schickt uns auf eine Zeitreise, die auf einem Feld bei Watzenborn beginnt und in einem Kastell in Echzell endet. “Was soll der Blödsinn, wir Hörer sehen doch eh nichts!” werdet ihr denken – ich kann euch beruhigen, vor Ort sieht man auch nichts mehr. Der Fachmann jedoch versteht es, diese Orte mit Bildern zu füllen, auch auf Entfernung, auch für euch. Während wir uns draussen im Schnee die Füsse abgefroren haben, macht ihr es euch nun bequem, lauscht den Beschreibungen und Erzählungen und taucht ab in die Geschichte.

Zum Weiterlesen:

Römisches Reich . Dünsberg . Kelten . Sprach-/Lautverschiebung . Hadrianswall . Chatten  . Kohorte . Varusschlacht . Kaiser Augustus . Raubgräberei . Lot . Fibel . Strigilis . Kaiser Konstantin . Mithras/Mithraskult . Asklepios . Aphrodite/Venus . Selene . Apollon . Helios/Sol . Herakles/Herkules . Hermes . Amphitheater

  • ab Minute 5 beginnt die Reise, auf einem Feld zwischen Watzenborn-Steinberg und Grüningen, am nördlichsten Punkt des Römischen Imperiums
  • ab Minute 13 betreten wir ein Naturschutzgebiet in der mittleren Wetterau und erinnern uns an Wachtürme und Kleinkastelle
  • ab Minute 17 geht es um die Funktion und Aussehen des Limes
  • ab Minute 25 entdecken wir das römische Erbe Echzells
  • ab Minute 28 laufen wir im Kastell herum
  • ab Minute 32 schweifen wir kurz ab in die Geschichte des Forums von Waldgirmes
  • ab Minute 35 sprechen wir über die Bedeutung der UNESCO zum Erhalt des Limes bzw. dessen was uns vom Limes überliefert und erhalten ist
  • ab Minute 39 widmen wir uns einer römischen Therme
  • ab Minute 50 stehen wir vor einer Säule und entschlüsseln die in den Stein gehauenen Bilder und eine Inschrift
  • ab Minute 66 geht es darum, wie sich “Rom” den Einheimischen präsentiert hat
  • ab Minute 70 teilt der Archäologe einstmals lebensgefährliches Wissen mit uns

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  • Taunide

    Ich hoffe hier kann man editieren denn ich werde im laufenden Betrieb kommentieren. Einen kleinen Fehler darf ich anmerken: Ich wohne nördlich des Limes, nur wenige Kilometer von der Saalburg entfernt und wir haben hier Aldi Süd… also ganz kann das mit der Persistenz der römischen Grenze nicht stimmen. Bis hier hin finde ich das Konzept der tatsächlichen Reise zwischen den Punkten ganz toll. Allgemein mag ich den Dialogstil des Podcasts. Eben kein Interview, keine aufgeschriebenen Fragen sondern einfach ein neugieriges Gespräch das dem Gast viel Freiheit zur Entwicklung seiner Gedanken lässt.

  • Kommt Dennis aus der Gegend? Man bekommt als Einheimischer den Eindruck, da er nicht EchzEll mit Betonung auf dem E sagt, sondern Echzll.
    Er hat eine tolle Art zu erzählen.
    Danke für die lehrreiche Unterhaltung.

  • piratte

    Er kommt eher aus der Gegend um Gießen, seine archäologischen Führungen führen aber weit über diese Gegend hinaus. Er kennt die Landstriche :)

  • piratte

    Vielen Dank für das Lob! Dennis wird dir bei nächster Gelegenheit hier persönlich antworten.

  • DerLetzteNeanderthal

    Ein herzliches Hallo an alle Hörer unseres Podcasts. Danke für die Unterstützung und die Reaktionen. Ein paar Dinge muss ich noch nachreichen – das liegt wohl in der Natur der Sache, wenn man einen schönen vier Stunden-Ausflug auf knapp über eine zusammen schneidet.

    Erstmal zu Taunide: Schön, dass du mich bei der ALDI-Frage so ernst genommen hast. Vor Ort hatte ich natürlich nur die nördliche Grenzlinie vor Augen, die etwas weiter nördlich von dir verläuft. Und da stimmt das tatsächlich – fast. Inzwischen sind zwei ALDI-Filialen eröffnet, die die schöne Regel als Ausnahmen bestätigen. Für die Westgrenze am Taunus gilt es leider nicht.

    Zu deinen Grenzfragen: Wir wissen es nicht. Der Taunuskamm war strategisch zur Kontrolle notwendig, aber die Form kann man (noch) nicht erklären. Es gibt viele Ideen, aber bislang wenig Beweise. Vielleicht fanden die Römer Florstadt nicht so spannend wie Echzell ?

    Wenn wir es mit ein paar Geschichten geschafft haben, dich/Euch zu einem Besuch in Echzell zu verführen, dann haben wir ja schon wieder was erreicht. Viel Spass auf alle Fälle beim "Nachwandern", vor Ort ist alles gut beschildert und für die Zeit ab nächster Woche spricht der 100jährige Kalender von hervorragendem Wetter.

    Und Berfa: Ich stamme wirklich aus der Gegend, so zwischen Lahntal und Vogelsberg. Eigentlich explizit nicht aus der Sumpfstadt Gießen, aber ganz nah dran. Deswegen – und wegen Schulfreunden aus der Wetterau – betone ich Echzell anders. Dabei gibts aber kein richtig oder falsch: Piratte trifft mit ihrem preussischen Slang die "offizielle" Aussprache in Radio und Fernsehnachrichten. Aber jap, Oberhesse aus Geburt – und Überzeugung ;)

    Zum Schluss: Sorry, wegen technischer Probleme hat sich meine Antwort etwas verzögert. Soll so schnell nicht mehr vorkommen.

    Ah, und: "Bescheid", falls Furi noch nicht alle Gewinner der netten Werbeversionen zur Ahnenforschung gezogen hat – Taunide, ich habe dir mindestens genauso gespannt zugehört, wie du mir ;)

  • DerLetzteNeanderthal

    Zitat:

    "ab Minute 70 teilt der Archäologe einstmals lebensgefährliches Wissen mit uns"
    Äääh… was heisst denn hier genau "einstmals" ?? ;)
    Sollte das zu meiner Beruhigung beitragen, oder zu Eurer ?

  • Ich glaube das erste mal habe ich vom Limes in einer Terra X Folge was mitbekommen. Das Ausmaß des ganzen Walls hat mich damals schwer beeindruckt. Als Bielefelder hat man hier das große Glück zwei Interessante Orte direkt in der Nähe zu haben die sich mit den Themen Römer/Germanien/Teutoburger Wald beschäftigen. In Detmold ist ja das berühmte Hermannsdenkmal wo angeblich die Varsusschlacht stattgefunden haben soll in der der Cheruskerfürst Arminius mit seinem Heer die römischen Legionen besiegt hat. Aus heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen geht man allerdings davon aus das diese Schlacht eher im Osnabrücker Land bei Kalkriese geführt wurde. Dort gibt es auch ein richtig gutes Museum mit einer Parklandschaft.
    http://www.kalkriese-varusschlacht.de/
    Sehenswert.

    Den MacStammbaum Code von Synium hätte ich auch gerne :)

  • Thorsten Lux

    Im Podcast wird ausdrücklich aufgefordert ein Feedback zu geben. Nun denn – gerne doch.

    Als Erstes gefällt mirschonmal die Idee eine solchen Podcast zu machen und mir sagt die optische Darreichung zu: Zusammenfassung was Inhalt des Podcasts ist; Links für Interessierte; Liste der begangenen Sehenswürdigkeiten; ein zeitlicher Ablaufplan.

    Weiterhin neigen die Sprecher nicht zu dem typischen Fehler alles "herunterzurattern" in der irrigen Annahme das komme dynamischer daher und es wird deutlich gesprochzen aber man gewinnt auch den Eindruck, dass hier Menschen mehr oder minder "echt" sprechen – man hört den Archäologen mitunter sogar etwas "hesseln" – sehr erfreulich, denn das kommt natürlich nicht "gestelzt" daher.

    Zum Inhalt: Einige der Sehenswürdigkeiten kenne ich aus eigenen Begehungen und kann deshalb sagen, dass sie adäquat und unterhaltsam präsentiert werden. Wie sich das für jemanden darstellt der die Örtlichkeiten nicht kennt, kann ich jedoch bloß eingeschränkt beurteilen.

    Damit kommen wir zur Zielgruppe: An wen richtet sich der Podcast? Den als Podcast-Kreierer wünscht man sich zweifelsohne, dass den Podcast dann auch jemand anhört – am besten sogar möglichst viele Personen.

    Richtet man sich damit an ein aräologisches Fachpublikum, so ist der Podcast sicherlich geeignet bereits erworbene Kenntnisse zu verfestigen und neues Wissen zu erwerben; richtet er sich an interessierte Laien, wird genug erklärt um ins Thema einzusteigen; will man jedoch damit Leute erst für das Thema sensibilisieren und sie dafür neugierig machen, hat man ein Problem. Dann muss man beispielsweise auch die Leute mitdenken, die eine eher geringe Aufmerksamkeitsspanne haben. Für mich als Radio-Macher ist meine Zielgruppe klar – demgemäß würde ich eine solchen Podcast in mehrere kurze Portionen aufteilen (jeweils 3-5 Minuten) würde am Ende jedes Teils einen kleinen "Appetizer" packen (also etwas das neugierig auf den nächsten Teil machen soll) und dann eine musikalische Pause einbauen um die Aufmerksamkeitsspanne der Hörer nicht zu überlasten.

    Natürlich weiß ich nicht genau wer mit diesem Podcast angesprochen werden soll. Meine Gedanken und Eindrücke dazu mochte ich jedoch nicht "geheimhalten" – nun bin ich aber erstmal neugierig auf die anderen beiden Podcasts und dasge deshalb erstmal "vielen lieben Dank für diesen Input".

  • piratte

    Hallo Thorsten,

    vielen Dank für dein ausführliches Feedback! Du fragst nach der Zielgruppe, an wen sich mein Podcast richtet. Schnell erklärt: Es gibt keine Zielgruppe :)

    Podcast hat gegenüber Radio den großen Vorteil, dass neue Folgen via RSS Feed in die Feedreader und Podcatcher der Abonnenten gespült werden, sie also automatisch über neue Folgen informiert werden und nicht stets gezielt auf die neue Episode aufmerksam gemacht werden müssen. Der Abonnent bekommt die Info, dass es eine neue Folge gibt und entscheidet dann selbst, ob er die Folge zum Thema hören möchte oder nicht.

    Für gewöhnlich ist es so, dass Hörer sich jedoch auch Folgen anhören, die für sie thematisch erst einmal nicht so wahnsinnig interessant sind, einfach weil sie den Macher mögen, ihnen die Produktion gefällt oder sie auf diese Weise Neues entdecken wollen und dem Thema eine Chance geben. So funktioniert auch piratte looking at things. Beide bisher veröffentlichten Folgen waren thematisch zunächst nur für einen Teil der Hörer interessant, der Rest hörte aus Neugier und zuletzt waren doch alle begeistert.

    Hörerzahlen sind streng genommen nebensächlich. Ein Podcast lebt vom Feedback der Hörer und ihrer Beziehung zum Macher. Es macht viel mehr Spaß für Leute zu produzieren, die hin und wieder "Danke" sagen, als für eine unpersönliche Masse, die lediglich konsumiert.

    Beste Grüße!

  • piratte

    Bonusinfo: Selbst die Frau des Arminius ist bis heute vielen Leuten bekannt, nur ist denen das gar nicht bewusst. Die Germanische Fürstentochter "Thusnelda" nämlich, heute meist abgekürzt "Tussi" und somit ein bekanntes Schimpfwort. Kleist ist schuld, seine Hermannsschlacht machte aus der ehemals positiven Thusnelda die nervige Tussi.

    Dein Name wandert mit in den Lostopf um den Code!

    Und, vielen Dank für die tolle Bewertung bei podster.de :)

  • Thorsten Lux

    Hallo piratte,

    da sagst Du natürlich etwas – wer als "Radio-Macher aus Leidenschaft" für einen nichtkommerziellen Internet-Sender aktiv ist, ist natürlich auch ständig darum bemüht möglichst viele Hörer zu haben und die Hörer irgendwie in die Sendung mit einzubeziehen, damit das eben nicht so etwas Lebloses und Geistloses wird Kommerz-Radio. Insofern hat man während der Sendung ständig etliche Fenster auf (diverse Chats, Ei-sieh-Kuh, Skype, soziale Netzwerke), dass bringt gegenüber einem Podcast sicherlich den Vorteil, dass man während der Sendung "live" mit seinen Hörern kommuniziert, aber birgt natürlich auch die Gefahr der Frustration wenn beispielsweise Leute wegbleiben weil gerade irgendwas "tolles" im Fernsehen läuft oder irgendein "wichtiges" Fußballspiel ist. Diesen Stress muss man sich natürlich bei einem Podcast nicht machen, denn die Hörer hören sich das an wenn sie gerade Zeit und Lust haben – nicht zu einem festen Sendetermin.

    Das mit den RSS-Feeds steht schon lange auf meiner Wunschliste in was ich mich mal hineinarbeiten will wenn ich mal die Muse finde – das scheint ja eine echt sinnvolle und hilfreiche Sache zu sein. ;o)

    Deine Podcasts klingen jedenfalls so, dass ich neugierig auf weitere bin. Fürs Erste bleibt mir bloß zu sagen "gut gemacht" und mich ein wenig bzgl. meiner eigenen Tippfehler zu schämen – das kann herauskommen wenn die Finger größer als die Tasten und der Geist schneller als die Motorik sind. ;o)

  • Werner

    Das Thema Podcast ist für mich neu, der Limes nicht. – Piratte – zufällig gefunden auf der Homepage von “Deutsche Limeskommission. Ich bin als Wanderer allein auf dem Limes unterwegs, vom Rhein zur Donau (www.limeswanderweg.info). Natürlich erinnere ich mich an jeden Meter bei Pohlheim Richtung Echzell. Fasziniert habe ich dem podcast gelauscht. In Gedanken noch in der Gegend und mit den interessanten und lebendigen Erläuterungen von Dennis (weitergeben) lebt alles wieder auf.
    Faszinierend

  • Taunide

    Welch eine tolle Idee den Limes "komplett" zu bewandern. Viel Spaß noch auf Deinen Wegen.

  • piratte

    Vielen Dank! Ich freue mich, dass du mit dieser Episode noch einmal an "unser Stück" Limes zurückreisen konntest. Ich wünsche dir bei deinen Wanderungen weiterhin viel Spaß, ein wirklich schönes Projekt.

    Und, du hast den Podcast über das Internet-Angbot der Deutschen Limeskommission gefunden? Faszinierend, aus welchen Teilen des Internet die Leute hier her finden.

  • Als ich den Namen der Podcast-Folge gelesen hatte, dachte ich zuerst: "Och nö, Römer & Co.". Irgendwie bin ich da noch ein wenig schulgeschädigt, da wurde da im Geschichtsuntericht hoch- und runter gerattert. ;)

    Aber dann wurde ich positiv überrascht, die Infos rund um den Limes habt ihr doch recht lebhaft und interessant vermittelt und es hat Spaß gemacht, euch auf eurer "Begehung" zuzuhören.

    P.S.: Ich wohne genau an der ALDI-Grenze: direkt vor der Tür ist Aldi-Nord, zwei Kilometer weiter steht ein Aldi-Süd. ;)